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Das Backhaus

Ein Blickfang am Kannenplatz

 

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BackhausFrüher, etwa um 1940, war am Kannenplatz das Zentrum von Delingsdorf. Schuster, Schmied und Tischler hatten rings um den Platz ihre Werkstätten. Dass die Bauern hier einst ihre Milchkannen abgestellt haben, erinnert noch der Name des Platzes. Auch die Schausteller bauten hier ihre Schießbuden für das Vogelschießen auf. Und an der Viehwaage nebenan wurde das Vieh noch per Handschlag abgemacht.

Im Laufe der Zeit änderte sich das Gesicht des Kannenplatzes. Das 1936 erbaute Feuerwehrgerätehaus verfiel, nachdem die Feuerwehr Anfang der 70er-Jahre in einen Neubau gezogen war und auch die Leute ließen ihre Hunde "auslaufen". Einem Delingsdorfer Maurer gefiel das nicht und beschloss seinen Traum zu verwirklichen. Hans-Werner Marten baute ein Backhaus.

BildZusammen mit einigen Helfern errichtete 1998/2000 Hans-Werner in Eigeninitiative das Backhaus. An Baustoffen mangelte es dem "Backhaus-Team" nicht: Mauersteine und Holz stammen vom Abbruch der alten Schule, der rote Klinker, mit dem der Fußboden ausgelegt ist, konnte von einer Terrasse eingesammelt werden, die Fenster erhielten sie von einem Delingsdorfer Bauern und die Schamottsteine für den Ofen wurden in Ahrensbök für 1 Mark das Stück gekauft. Natürlich hat sich der Maurer Marten vor dem Bau fachkundig gemacht und seine Kenntnisse, aus langjähriger Erfahrung, in die Konstruktion einfließen lassen. Bild

Weil Hans-Werner und seine Helfer schon einmal beim Bauen waren, restaurierten sie auch gleich das alte Gerätehaus und richteten darin ein Café ein. Nachdem das Gebäude, welches nur noch als Lagerraum diente, entrümpelt war, folgte eine gründliche Erneuerung. Unter anderem wurden neue Dachbalken gebraucht, denn der Holzwurm hatte sich eingenistet. Jetzt leuchten Decke und Wände in frischem Weiß und der alte Betonfußboden ist unter neuen Fliesen verschwunden. Die Küchenzeile und der Tresen sind Teile der alten Küche der Familie Marten.

Ungewöhnlich großer ehrenamtlicher Arbeitseinsatz, finanzieller Zuschuss der Gemeinde, Spenden und geduldige Suche nach preiswerten Materialien ermöglichten den Bau des Backhauses. Am 13. August 2000 war die Einweihung. Schon 3 Tage zuvor wird der Ofen angeheizt und damit die richtige Temperatur erreicht wird, muss regelmäßig Holz nachgelegt werden.

Mindestens einmal im Jahr (zu Himmelfahrt) werden auf dem Backfest Brot und Butterkuchen frisch aus dem Ofen verkauft. Außerdem bietet das "Backhaus-Team" Schmalzstullen sowie Kaffee und frisch gezapftes Bier an. Genau das richtige für einen Stopp während der Vatertags-Tour...

 
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