Die Geschichte eines Dorfes in Stormarn
Entstehung des Dorfes
Infrastruktur
Der gerade durch den Ort führende Weg, die heutige L82, führte schon in früheren Jahrhunderten einen Teil des Warenverkehrs zwischen Lübeck und Hamburg über Bad Oldesloe, Bargteheide und Delingsdorf. 1843 wurde die Chaussee von der damaligen dänischen Regierung begradigt und gepflastert. Die Meilensteine an der heutigen Landeesstraße 82 sind noch erhalten. In mittelalterlichen Zeiten war das Delingsdorfer Gebiet überwiegend von Wald und Bruchwald bedeckt. Im Verlauf der Jahrhunderte trotzte man dem Wald immer mehr Ackerland ab.
Wachstum
Vom Zeitpunkt der ersten urkundlichen Erwähnung an vergingen noch 600 Jahre, bis der Delingsdorfer Wald verschwand. 1855 betrug die Einwohnerzahl 320, und die Schule hatte 80 Schüler. Es waren etliche Voll-, Halb-, Drittel- und Viertelhufner (Grundbesitzer) ansässig. Die beiden Weltkriege und deren Folgen brachten für Delingsdorf große Veränderungen mit sich. Viele Flüchtlinge und ausgebombte Hamburger brauchten eine Unterkunft. Belief sich die Einwohnerzahl 1936 noch auf 426, so stieg sie nach Ende des zweiten Weltkrieges sprunghaft auf 1026 an.
Delingsdorfer Chronik von Waltraud Strobach
Erhältlich ist die Chronik für 27,00 € im Amt Bargteheide-Land. Ein Exemplar kann im Bürgerhaus jeweils während der Bürgermeistersprechstunde eingesehen werden.