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Das Delingsdorfer Wappen

historische Fakten und Aspekte Delingsdorfer Geschichte

 

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Am 31. Juli 1989 wurde von der Gemeindevertretung der Beschluss gefasst, Delingsdorf ein Wappen zu geben. In die Motivfindung wurden auch die Bürger der Gemeinde einbezogen. Sie reichten etliche Entwürfe ein, aus denen hervorging, was ihnen heute für den Ort typisch erscheint.

Die Grafikerin Sabine Raudonat fertigte auf der Grundlage einige Entwürfe an.Der Delingsdorfer Kulturausschuss und die Gemeindevertretung waren sich schnell einig, und so konnte am 11. April 1990 über das endgültige Wappen für Delingsdorf entschieden werden.

Ursprünglich waren Wappen militärische Sichtzeichen, die Adeligen vorbehalten waren. Sie wurden im Kampf von Rittern getragen. Da sie sich in ihren Rüstungen kaum unterschieden, musste der Wappenschild schon von weitem gut zu erkennen sein. Aus dieser ehemaligen Aufgabe des Wappens ergibt sich seine Form und seine Gestaltung.

Die heutige Funktion eines Ortswappens ist eine gänzlich andere. Es verkörpert historisch Gewachsenes, gleichsam die Wurzeln des Ortes und seine Entwicklung. Um das Delingsdorfer Wappenbild zu verstehen, muss man einen Blick in die Geschichte des Dorfes werfen, die sehr typisch für die eines kleinen Stormarner Dorfes ist. Auch wenn wir bei der Motivfindung für das Delingsdorfer Wappen auf kein prägnantes Wahrzeichen, wie eine Burg oder ein Schloss stoßen, verkörpern die gewählten Motive wichtige historische Fakten und Aspekte Delingsdorfer Geschichte:

  • die silberfarbenen Eichenblätter stehen für Vergangenes und Gegenwärtiges. Einst bedeckten ausgedehnte Wälder das Stormarner Gebiet. Die Ausbeutung der Natur begann nicht erst im 20. Jahrhundert. Der schon früh florierende Holzhandel und die Kriege ließen den Holzbestand stark schwinden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, veranlasste die dänische Regierung, im Zuge der Agrarreform Ende des 18. Jahrhunderts, die anzulegenden Knicks auch mit Eichen zu bepflanzen. Diese Laubbäume finden wir heute noch als häufige Knickanpflanzung in Delingsdorf
  • der Knick symbolisiert einen wichtigen geschichtlichen Abschnitt, in dem das Gesicht der Delingsdorfer Landschaft geprägt wurde. Da es hier keine „Flurbereinigung“ gab, kann sich Delingsdorf glücklich schätzen, dass die zahlreichen Knicks noch weitgehend erhalten sind. Die geschwungene Linie steht außerdem für die Delingsdorfer Gewässer, insbesondere für die die Gemarkung durchquerende „Strusbek“
  • das Rad hat eine vielschichtige Bedeutung. Einerseits stellt es die Verbindung Delingsdorfs mit dem ehemaligen Kirchspielort Bargteheide dar, andererseits ist es ein Zeichen für die rasante Entwicklung des Ortes. Es steht für zwei wichtige Verkehrswege - die Landesstraße 82 (bis 31.12.2014: Bundesstraße 75) und die Bahnlinie Hamburg-Lübeck
  • durch die Farben Grün und Gelb ist die Landwirtschaft des Ortes vertreten. Vielleicht werden sie eines Tages zu den letzten Symbolträgern der einstigen Lebensgrundlage der Delingsdorfer Bevölkerung, wenn sich aus dem ehemaligen Bauerndorf eine reine Wohngemeinde entwickelt hat.

Im Oktober 1990 übergab Landrat Dr. Hans Jürgen Wildberg der Gemeinde das Wappen und die Urkunde während einer kleinen Feierstunde. Sie wurden von dem amtierenden Bürgermeister Claus Martens in Empfang genommen.

Quelle: „Delingsdorf - Die Geschichte eines Dorfes in Stormarn“ von Waltraud Strobach

Siehe auch unter „A bis Z“ unter Hoheitszeichen

 
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