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Himmelsschauspiel am Mittwochabend

Partielle Sonnenfinsternis am 12. August

Am Mittwoch, 12. August 2026, schiebt sich der Mond vor die Sonne. Über Delingsdorf sind zum Höhepunkt gegen 20:07 Uhr rund 85 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt. Weil die Sonne dabei schon tief im Westnordwesten steht, lohnt sich ein Platz mit freier Sicht zum Horizont – und ohne geprüfte Sonnenfinsternisbrille sollte niemand hinsehen.

Gemeinde
Bild
Blickrichtung von der Dorfmitte aus: Während der Finsternis steht die Sonne tief im Westen bis Westnordwesten. Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL).

Am Abend des 12. August 2026 schiebt sich der Mond vor die Sonne. Über Island und Nordspanien verdeckt er sie für gut zwei Minuten vollständig. In Norddeutschland bleibt es bei einer partiellen Finsternis – über Delingsdorf verschwinden zum Höhepunkt aber immerhin gut 85 Prozent der Sonnenfläche hinter dem Mond.

So läuft die Finsternis über Delingsdorf ab

Uhrzeit Was passiert Stand der Sonne
19:14 Uhr Beginn: Der Mond berührt den Sonnenrand. 13 Grad hoch, West (277 Grad)
20:07 Uhr Höhepunkt: 85 Prozent der Sonnenfläche sind bedeckt. 5 Grad hoch, Westnordwest (288 Grad)
20:49 Uhr Die Sonne berührt den Horizont, noch 9 Prozent bedeckt. am Horizont, Westnordwest (296 Grad)
20:53 Uhr Sonnenuntergang: Für uns endet das Schauspiel. Westnordwest (297 Grad)

Alle Zeiten in mitteleuropäischer Sommerzeit, berechnet für die Dorfmitte am Bürgerhaus. Rechnerisch endet die Finsternis erst um 20:59 Uhr – dann steht die Sonne von Delingsdorf aus gesehen allerdings schon unter dem Horizont.

Freie Sicht nach Westen entscheidet

Die Sonne steht während des gesamten Schauspiels tief: zu Beginn 13 Grad über dem Horizont, zum Höhepunkt nur noch gut 5 Grad. Schon eine Baumreihe oder ein Hausdach kann den Blick verstellen. Wer die Finsternis sehen möchte, sucht sich deshalb am besten einen Platz mit freier Sicht nach Westen bis Westnordwesten – etwa über die offene Feldflur am Ortsrand.

Die Karte zeigt die Blickrichtung von der Dorfmitte aus. Der markierte Bereich reicht von 277 Grad zu Beginn bis 297 Grad beim Sonnenuntergang.

Ohne Schutzbrille bitte nicht hinsehen

Der ungeschützte Blick in die Sonne kann die Netzhaut dauerhaft schädigen – auch dann, wenn sie zu vier Fünfteln bedeckt ist. Das Bundesamt für Strahlenschutz weist ausdrücklich darauf hin: „Es gibt kein Warnsignal. Netzhautschäden lösen keinen akuten Schmerz aus.“ Wer etwas bemerkt, bei dem ist der Schaden bereits entstanden.

  • Nur mit geprüfter Sonnenfinsternisbrille beobachten. Sie muss das CE-Zeichen tragen und nach DIN EN ISO 12312-2 zugelassen sein. Solche Brillen lassen nur etwa 0,001 Prozent des Sonnenlichts durch.
  • Die Brille vor Gebrauch prüfen. Kratzer, Löcher oder Risse in der Folie machen sie unbrauchbar – das gilt besonders für Brillen, die noch von einer früheren Finsternis übrig sind.
  • Eine normale Sonnenbrille reicht nicht aus, auch nicht mehrere übereinander.
  • Keine Behelfslösungen verwenden. Rußgeschwärzte Gläser, schwarze Filmstreifen, CDs oder Rettungsdecken sind ungeeignet und gefährlich.
  • Niemals durch Fernglas, Teleskop oder Kamera in die Sonne schauen – auch nicht mit Schutzbrille. Diese Geräte bündeln das Licht zusätzlich. Ein Filter gehört vor das Objektiv, nicht zwischen Okular und Auge.
  • Kinder nicht unbeaufsichtigt beobachten lassen.

Ganz ohne Brille geht es indirekt und völlig gefahrlos: Ein Blatt Papier mit einem kleinen Loch wirft die Sonnensichel auf eine helle Fläche dahinter. Denselben Effekt erzeugen die Lücken im Blattwerk der Bäume – darunter tanzen dann Dutzende kleiner Sonnensicheln über den Boden.

Weiterführende Informationen

Bleibt zu hoffen, dass der Himmel mitspielt: Eine geschlossene Wolkendecke im Westen würde das Schauspiel verdecken.